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CRUX1 von Tronxy

Das Gerät in bewegten Bildern und mit Tonspur


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Wie offen ist das Gerät?

Kategorie Bemerkung Info
Firmware Verwendet Marlin zur Ansteuerung, geänderter Quelltext ist veröffentlicht.
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Software Maschinendaten können mit gängiger Open Source Software zur Generierung von Gcode aufbereitet werden.
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Hardware Alle Bauteile sind sehr leicht zu ersetzen, gängige Schraubentypen, gängige Komponenten.
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Elektronik Hauptplatine verwendet einen gänigen STM32 Microcontroller.
Schrittmotortreiber sind auf der Platine aufgelötet.
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Website Website des Herstellers bietet Firmware zum Download
Der geänderte Quellcode von Marlin wurde mir auf Anfrage zugesandt.
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Patente Patente auf den CRUX1 werden nach meinem Wissensstand nicht beansprucht.
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Das Gerät im Detail

Abbildung 1:
Bei dem CRUX1 der Firma Tronxy handelt es sich um einen sehr kompakten 3D-Drucker. Das Druckvolumen beträgt 180x180x170mm und mit den Abmessungen 40x44x41cm inklusive Filamentspule passt der CRUX1 auf jeden Schreibtisch oder findet auch auf einer vollen Werkbank noch einen Platz. Mit dem kleinen Tragegriff oben am Gerät kann der Drucker nach getaner Arbeit schnell beiseite geräumt werden.
Ein Filamentsensor und die Möglichkeit, den Druck nach einem Stromausfall fortsetzen zu können, reduzieren die Gefahr eines Fehldruckes.
Im Gegensatz zu so manchem Mitbewerber hält Tronxy sich an die Vorgabe der Lizenz der verwendeten Firmware Marlin und hat mir den Quellcode der abgeänderten Version auf Anfrage per Mail zugesandt. Das ist vorbildlich und ganz im Sinne von "How Open Is This Gadget?".

Technische Daten

Kategorie Wert Bemerkung
Druckbereich 160x160x170mm Justiert man das Druckbett auf eine ganz tiefe Position und lässt man die Klammern, welche die Glasplatte auf dem Druckbett befestigen, außer acht, so sind 180x180x180mm möglich.
Abmessungen 400x440x410mm Inklusive Filamentspule unten am Sockel
Duckbettheizung Bis 110°C 100°C nach ca. 7 Minuten.
Hotend Bis 275°C  
Firmware Marlin  
Sonstiges Filamentsensor
Druckfortsetzung nach Stromausfall
Druckdaten können über Micro SD-Karte oder USB Stick eingelesen werden.
 

Packungsinhalt

Abbildung 2:
Mit im Paket sind die Werkzeuge zur Montage der Bauteile sowie zum Tausch der 0.4mm Düse und zur Justierung der Mechanik. Die kurze Montageanleitung liegt in gedruckter Form bei und befindet sich ebenfalls auf der mitgelieferten micro SD-Karte.

Montage

Abbildung 3:
Der CRUX 1 wird fast vollständig montiert geliefert. Lediglich Sockel und Rahmen müssen miteinander verschraubt,der Haltegriff sowie der Filamenthalter und die Glasplatte angebracht werden.

Mechanik

Abbildung 4:
Der CRUX1 verfügt über einen Direktextruder, bei dem die einzelnen Komponenten nicht unter einer Abdeckung versteckt und somit gut einsehbar sind. Der Teflonschlauch führt zum Filamentsensor am Ende der X-Achse und sorgt dafür, dass der Plastikdraht gleichmäßig eingezogen wird.
Die Führung längs der X-Achse erfolgt über kugelgelagerte Stahlrollen längs eines Stahlprofiles, das wiederum an einem 20x20mm Aluprofil angebracht ist. Nach dem gleichen Prinzip ist auch das Druckbett längs der Y-Achse gelagert.
Die Z-Achse wird von kugelgelagerten Kunststoffrollen geführt, das Aluprofil besitzt hier die Abmessungen 20x40mm. Durch Verdrehen einer Exzentermutter kann das Spiel der Kunststoffrollen minimiert werden.
Die Riemenspannung der X-Achse kann bequem über ein kleines Handrad eingestellt werden. Die Riemenspannung der Y-Achse wird durch Verschieben des Schrittmotors eingestellt, der mit Langlöchern befestigt ist.

Elektronik

Abbildung 5:
Im Innern des Sockels sind die elektronischen Komponenten dicht gepackt, dennoch wirkt alles übersichtlich und sauber verlegt.
Das Netzteil liefert eine Ausgangsspannung von 24V bei bis zu 10A, entsprechend 240W.
Auf der Hauptplatine arbeitet ein Mikrocontroller Typ STM32, auf dem die Firmware "Marlin" läuft. Der geänderte Quellcode von Marlin wurde mir auf Anfrage umgehend per Mail zugesandt - das ist ganz im Sinne von "How Open Is This Gadget?".
Die Treiber für die 4 Schrittmotoren sind fest auf der Platine verlötet.
Die Endschalter an den 3 Achsen sind mechanisch.

Testdrucke

Die G-Code und stl Dateien der Tests zum Tronxy CRUX 1 gibt's als Download-Paket (11.2MB).

Abbildung 6:
Der erste Test besteht in der Prüfung des Druckbetts. Gedruckt werden 9, über das Druckbett verteilte Scheiben mit einem Durchmesser von je 50mm. Die Schichthöhe beträgt 0.2mm, die Druckgeschwindigkeit ist auf 15mm/s gesetzt.
Mehr gibt's in den Details zum Testverfahren nachlesen.

Abbildung 7:
3D Benchy mit optimalen Einstellungen
Details zum Testverfahren.

Bei den folgenden Schnelldrucken der Benchy kommt es mit zunehmender Geschwindigkeit weniger darauf an zu sehen, was schlecht ist, sondern vielmehr, was noch gut gedruckt wird.
Details hierzu gibt's in dem Kapitel zum Testverfahren.

Abbildung 8:
3D Benchy mit 60mm/s
Details zum Testverfahren.

Abbildung 9:
3D Benchy mit 90mm/s
Details zum Testverfahren.

Abbildung 10:
3D Benchy mit 120mm/s
Druckzeit: 32 Minuten
Details zum Testverfahren.

Abbildung 11:
Um große Objekte schnell zu drucken, muss möglichst viel Kunststoff pro Zeiteinheit extrudiert werden, was hier getestet wurde. Zwar besitzt der CRUX1 einen Direktextruder, dieser kommt aber mit einem nicht allzu drehmomentstarken Schrittmotor daher und bei der Düse handelt es sich um eine ganz normale Version. Daher ist der Materialdurchsatz ganz offensichtlich nicht die Paradedisziplin des CRUX1, was bei einem Drucker mit kleinem Bauraum aber auch nicht ganz so relevant ist.
Schichthöhe: 0.4mm
Extrusionsweite: 0.7mm
A, F, K = 30mm/s
B, G, L = 60mm/s
C, H, M = 70mm/s
D, I, N = 80mm/s
E, J, O = 90mm/s
Wie die Ergebnisse erzielt wurden und auf was zu achten ist, steht in den Details zum Testverfahren.

Abbildung 12:
3D Benchy in Groß mit auf Geschwindigkeit getrimmten Einstellungen
Benchy auf 330% vergrößert (192x102x158mm)
Druckzeit: 7.5 Stunden
Details zum Testverfahren.

Meine Einschätzung

Der Tronxy CRUX 1 ist sehr kompakt. Gerade für Anfänger ist nach meiner Einschätzung kleiner besser und da die wenigsten Drucke wirklich groß ausfallen, ist ein kleines Zweitgerät oftmals ein hilfreiches Werkzeug. Die Mechanik ist robust, alle Komponenten sind gut zugänglich. Da die Eckpunkte über das Druckermenü schnell angefahren werden können und die großen Handräder gut erreichbar sind, ist das manuelle Leveln mit ein wenig Routine schneller erledigt als bei vielen Druckern mit Autolevel-Funktion.
Tronxy beansprucht nach meinem Wissenststand keine Patente auf den CRUX 1 und der geänderte Quellcode der Firmware "Marlin" wurde mir auf Anfrage umgehend zugesandt.
Ein guter 3D-Drucker der alles hat, was zum Drucken benötigt wird und auf überflüssigen Firlefanz verzichtet.



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