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CNC 3018 Pro Max von Mostics

Das Video zum Gerät


Die 3018 Pro Max von Mostics gibt's auf Amazon.de
Durch den Kauf über den angegebenen Link unterstützt ihr HOITG, ohne dass euch dadurch Zusatzkosten entstehen - Danke!


Wie offen ist das Gerät?

Kategorie Bemerkung Info
Firmware Verwendet grbl zur Ansteuerung.
Der Hersteller macht keine Angaben zum Compillieren und Flashen der Firmware.
Firmware des offline Controllers ist unbekannt!
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Software Maschinendaten können mit gängiger Open Source Software zur Generierung von Gcode aufbereitet werden.
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Hardware Die Bauteile sind sehr leicht zu ersetzen, gängige Schraubentypen, nichts ist verklebt.
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Elektronik Hauptplatine besteht aus einem ATmega328P, kann durch einen Arduino UNO mit CNC-Shield ersetzt werden.
Offline Controller ist ein Spezialteil, das wohl nur über den Hersteller bezogen werden kann.
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Website Mostics vertreibt die Produkte ausschließlich per Amazon Store, Anfragen werden aber per eMail beantwortet.
Der Quellcode von grbl ist nicht verlinkt, ebenso gibt es keine Angaben zu irgendwelchen Änderungen am Quellcode.
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Das Gerät im Detail

Abbildung 1:
Die CNC Fräse 3018 Pro Max von Mostics ist zum Fräsen von Holz oder Kunststoffen geeignet. Wie gut, ist an den Beispielen weiter unten auf dieser Seite zu sehen. Der Rahmen besteht vollständig aus Aluminium. Die X- und Y-Achse werden längs von 10mm Rundstahl mit Hilfe von Linearkugellagern geführt. An der Z-Achse besitzt der Rundstahl einen Durchmesser von 8mm, da der Verfahrensweg nur 55mm beträgt. Das System ist nicht frei von Spiel, allerdings recht solide.
Ein Not-AUS Schalter befindet sich rechts am Rahmen. Zwei Plexiglasscheiben an den Seiten bieten keinen vollständigen Schutz im laufenden Betrieb, verhindern aber zumindest, dass Späne in alle Richtungen fliegen.
Mit einer Krokodilklemme und einem Metallzylinder kann die Höhe des Schneidwerkzeugs über dem Frästisch gemessen werden, was nach einem Werkzeugwechsel wichtig ist.
Der Frästisch besteht aus 20mm dickem Aluminium mit 4 Nuten. Werkstücke können mit Hilfe der beiliegenden Schrauben, Metallplatten und Flügelmuttern gut fixiert werden.
Der mitgelieferte Offline-Controller ermöglicht den Betrieb ohne angeschlossenem Computer, Daten werden im G-Code Format per SD-Karte übertragen. Per Knopfdruck können mit diesem Controller alle 3 Achsen angesteuert werden.
Mit den Rundknöpfen können die Achsen auch per Hand bewegt werden.
Die Hauptplatine basiert auf einem ATmega328P auf dem die Open Source Firmware grbl läuft.
Das gut isolierte 24V/10A Netzteil sorgt dafür dass keine Gefahr besteht, mit Netzspannung in Berührung zu kommen.

Technische Daten

Kategorie Wert Bemerkung
Arbeitsbereich 294x132x49mm Ohne die Endschalter sind wohl 300x155x55mm möglich.
Abmessungen 450x405x320mm  
Spindel 200W, 24 V, 10000U/min;  
Endschalter X, Y, Z Schalter an beiden Endstellungen pro Achse, jeweils parallel geschaltet.
Energieverbrauch 2-3W in Stand By
etwa 40W mit laufenden Motoren
Unter Verwendung des Offline-Controllers wird keine Extra-Energie für einen Computer während des Betriebs benötigt.

Packungsinhalt

Abbildung 2:
Geliefert wird der 3018 Pro Max von Mostics weitgehend vormontiert in einem gut gepolsterten Karton. Ein Set an Sechskantwerkzeugen genügt zur Montage und zwei Gabelschlüssel dienen dem Werkzeugwechsel an der Spindel.
Als Schneidwerkzeuge werden 10 Stück 30° Stichel und zwei 2mm Fräser (4mm Schaft) mitgeliefert. Zwei ER11 Collets mit 3.175 und 4mm Aufnahme sind im Karton.
Auf dem USB-Stick befindet sich die Montageanleitung als PDF und für Datenübertragung per Offline-Controller gibt's eine Micro SD-Karte mit entsprechendem Adapter.


Montage

Abbildung 3:
Allzu viele Teile sind nicht mehr zu montieren:
Für die Mechanik müssen Rahmen und Basis mit 8 Schrauben von 16mm Länge verschraubt, sowie die Gummifüße und Seitenscheiben angebracht werden.
In Sachen Elektronik muss die Haptplatine am Rahmen verschraubt und die Kabel der Schrittmotoren und der Spindel müssen verlegt werden. Der Kabelsalat wird mit Spiralschlauch und Kabelbindern gebändigt.


Elektronik

Abbildung 4:
Die Hauptplatine basiert auf einem ATmega328P, auf dem die Firmware grbl läuft. Alle Anschlüsse sind auf der Platine markiert - gut so! Ein kleiner Lüfter sorgt dafür, dass die Komponenten ausreichend gekühlt werden.
Der Offline-Controller basiert auf einem STM32 Microcontroller, der Quellcode der Firmware ist nicht erhältlich.
Das Netzteil mit einer Ausgangsspannung von 24V bei bis zu 10A ist gut isoliert, im Inneren finden sich große Kühlkörper.

Tests

Abbildung 5:
Fräsen von Buchenholz mit einem 30° V-Fräser.
Details zum Testverfahren

Abbildung 6:
Fräsen von Acrylglas mit einem 2.5mm 2-Schneiden Fräser.
Wie sich Spiel in der Mechanik bemerkbar macht, könnt ihr in den Details zum Testverfahren nachlesen.

Abbildung 7:
Gravieren einer 2mm Plexiglasplatte mit einem 30° V-Fräser.
Details zum Testverfahren.

Abbildung 7:
Isolationsfräsen einer Platine mit einem 30° V-Fräser. Die Bohrungen wurden mit einem 1mm Bohrer ausgeführt.
Auf Bild C sind die Grate der Kupferbahnen mit 1000er Schleifpapier entfernt worden.
Details zum Testverfahren.

Meine Einschätzung

In Sachen Open Source ist der Ansatz, grbl als Firmware zu verwenden, sehr gut, allerdings fehlt eine quelloffene Firmware für den Offline-Controller. Die Hardware ist verschraubt, Teile können leicht ausgetauscht werden.
Die 3018 Pro Max von Mostics eignet sich gut für Arbeiten mit dem 30° V-Fräser, mit dem keine allzu hohen Seitenkräfte beim Abtragen von Material auftreten. Die Gravuren in Buchenholz und Plexiglas gelingen gut. Isolationsfräsen von Platinen ist machbar, allerdings nicht ohne Nacharbeiten, da die Bahnen nicht "Aalglatt" ausgeführt werden.
Beim 3D-Fräsen von Acrylglas mit einem 2.5mm Fräser kommt die Mechanik an ihre Grenzen. Härtere Materialien, wie etwa Aluminium, können nicht bearbeitet werden.
Eine Maschine mit einer robusten, aber nicht spielfreien Mechanik zum Einstieg in die Materie "CNC-Fräsen", mit der man die Grundlagen der Schritte vom 3D-Modell oder einer 2D-Skizze bzw. Grafik hin zu G-Code Maschinenbefehlen erlernen kann.


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